Neugieriges (Hinter)fragen eines Gotteskindes Teil 3

So und jetzt geht es langsam aber sicher ans Eingemachte. Denn es ist sehr wichtig zu wissen WER man eigentlich ist! Denn wenn ich so viele Dinge, Personen, Gedanken usw. beobachten kann, WER ist eigentlich der, der das alles beobachtet?

Nenn ich den Beobachter ICH? Oder den, den ich beobachte?

Bin ich der (die Person), den ich im Spiegel erblicke? Oder bin ich der, der Jemanden im Spiegel erblickt?

Habe ich mir jemals in die eigenen Augen blicken können? Oder sehe ich nur immer meine Augen im Spiegel? Somit sehe ich genaugenommen gar nicht meine Augen, sondern ich sehe Augen die in auf der Oberfläche eines Spiegels sind. Wenn ich einen Apfel fotografiere, ist das Foto dann der Apfel? Ne, es ist Papier auf dem ein Abbild eines Apfels ist. Somit sehe ich von meiner Person nicht die Person, sondern ein Abbild dieser.

Ein Experiment:

Schauen Sie in den Spiegel, dann sehen sie ein Abbild ihres Fleischlichen Körpers. Schauen Sie jetzt an sich selbst herunter. Auf ihre Beine, Bauch, Brüste…..egal….wo ist jetzt im Moment das Spiegelbild? Jetzt schauen sie wieder in den Spiegel. Wo ist jetzt ihr fleischlicher Körper? Ich habe lange Zeit geglaubt, dass ich das im Spiegel bin. Aber ich wäre dann verdammt flach und hart. Würden Sie ein Stück Fleisch essen wollen das im Spiegel ist? Na danke sag ich nur. Daran würde ich mir die Zähne ausbeißen! Ja so ist das wenn man glaubt das Bild im Spiegel wäre ihr fleischlicher Körper.

Dann ist da aber doch noch die Sache mit dem Körper. Bin ich denn wirklich dieser Körper den ich ohne Spiegel erblicke?

Ich erinnere mich, dass ich (angeblich) auch mal ein kleiner Körper gewesen sein soll. Kleinkindkörper. Wo ist denn dieser jetzt im Moment? Ich würde sagen, es ist eine Erinnerung. Ein feinstofflicher Gedanke in Mir. Ich bin aber noch immer hier, obwohl ich diesen Körper nicht mehr trage. Ist das nicht komisch?

Ist es also nicht doch sehr vorschnell geantwortet wenn man behauptet, man sei dieser eine Körper? Na dann kann ich nur sagen, hoffentlich bleibt er erhalten, denn ansonsten bin ich ja nicht mehr.

Kann das wirklich sein?

Denken kann man natürlich alles Mögliche. Kein Thema! Aber ich bleibe dabei! Woher hab ich dieses Wissen? Denn alle Körper die man im Laufe einer Lebenszeit trägt, verliert man auch wieder. Wie Kleidungsstücke. Ich würde doch auch nicht behaupten ich bin das Kleid das ich trage. Oder der Schauspieler würde nicht sagen, ich bin die Rolle die ich gerade verkörpere und spiele.

Schnitt………

Ich mach mal paar Sprünge.

Ich frage mich jetzt mal selbst was in einem Traum so passiert? Wer bin ich in einem Traum, und wer sind all die Anderen die ich in dem Traum erblicke. Mit allem was man so sieht? Wo kommen diese Träume her? Wohin gehen sie wenn ich(?) früh wieder in meinem Bett erwache? Ich könnte das jetzt googeln. Ich habe vage in Erinnerung das ich gelesen und gehört habe…….blabla bla….Weihnachtsmann……

Ne, nicht was ich gehört habe! Neue Ideen sind wie neue Welten. Kann ich in einem Traum, der sehr realistisch wirkt, wissen das ich gerade nur träume? Träume ich jetzt auch gerade? Träume ich gerade das ich hier am schreiben bin? Und wenn dem so ist, wer schenkt mir meine Träume? Ich beobachte gerade in Mir wie sich schon wieder was gegen das geschriebene wehrt. Aber nicht in Form das das blöd ist, nein, ganz und gar nicht. Ich fragt sich warum ich das schreibe? Ich weiß doch wer mir meine Träume schenkt.

Wobei ich wieder bei einer neuen Frage lande. Wer oder was bewegt mich diese Sachen zu schreiben? Auf der einen Seite sagt eine Stimme in mir, dass sie das doch schön alles wüsste. Auf der anderen Seite schreibe ich aber doch Dinge auf, die ich (zumindest meiner Meinung nach) schon weiß. Warum also das alles?

Ich muss mir selber eingestehen, dass ich es nicht weiß. Bzw., es erscheint mir schon logisch. Ich begreife es (ich gREIFE noch), habe es aber noch nicht vollständig installiert. 

Kann ich überhaupt immer wissen warum ich etwas mache und warum nicht? Mein Verstand mit Namen „SIE“ hat meistens eine Antwort parat! Nur was hat sie mir schon alles eingeflüstert! Bei näherer Betrachtung auch viel, sehr viel was ich niemals vor einem Richter beschwören könnte. Alles nur Vermutungen. Ich merke, dass ich nicht immer alles sofort beantwortet haben muss. Ich auch keine Antwort im herkömmlichen Sinne  auf die Schnelle aus dem Ärmel zaubern kann und muss. Geduld ist das Zauberwort. Ich merke beim schreiben, dass ich vorher nicht weiß, was ich eigentlich schreibe. Ich überlege keine Sekunde was ich auf die Tastatur tippen soll. Geht alles automatisch. Ist die Person die hier gerade sitzt eine Marionette? Eine Marionette die von einem unsichtbaren Spieler geführt wird das zu tun was sie nun mal als Handpüppchen tun muss? Denn so ein Püppchen kann sich nichts aussuchen. Die macht was der Puppenspieler sie machen lässt.

Woher kommen all die Worte die ich niederschreibe? Woher die Ideen was ich schreibe? Ohne das ich selber dabei nachdenke was ich schreiben soll? Ich würde mir jetzt selbst antworten das ich dies schon weiß. Aber keine Ahnung warum mich der Spieler der die Marionette führt mich dieses nicht aufschreiben lässt.

Ich hoffe ER  weis(heit) was ER  tut. Nein, ich vertraue darauf, dass alles einen Sinn ergibt.

 

Schnitt…………..