Neugieriges (Hinter)fragen eines Gotteskindes Teil 1

Warum ist die Welt so wie sie ist? Oder ist SIE nur so wie ich SIE sehen kann das SIE ist? Warum mache ich Menschenkind die Dinge so wie ich sie nun mal mache? Gibt es dafür einen Grund? Und wenn es einen Grund dafür gibt, erkenne ich ihn dann? Um zu erkennen sollte ich dies alles aufmerksam beobachten. Vielleicht ist die Welt gar nicht so wie ich bis hierher geglaubt habe. Sondern nur so wie ich bestimmt habe das Sie ist?  Wer hat mir all die Sachen die ich über Welt und mich kenne(?) eigentlich erzählt? Woher habe ich mein Wissen darüber? Und woher haben die, die mir gewisse Dinge über Welt und Gesetz erzählen eigentlich ihr Wissen? Kann es sein das ich unwidersprochen all das nachgeplappert habe was man mir über Welt erzählt hat? Ich möchte mir in dieser Schrift nicht unbedingt zwingend erzählen „wie“ Welt ist, denn Welten gibt es vielleicht ganz viele? Denn auch, dass es nur eine Welt geben kann hat man mir erzählt. Aber woher will man sowas wissen? Es gibt so viele Arten von Tieren und Pflanzen. Warum also nicht auch Welten? Aber vielmehr gilt mein Interesse dem Beobachten was in mir Selbst so alles abgeht. Was denke Ich? Was fühle ich bei gewissen Gedanken? Wie reagiere ich auf bestimmte Dinge? Was ist für mich selbstverständlich? Denn mich beschleicht ein Gefühl das ich bei genau den Sachen die ich als selbstverständlich erachte doch eigentlich aufgehört habe zu fragen warum das Ganze für mich selbstverständlich ist. Und das Wort sagt es ja schon aus: selbstVERSTÄNDLICH. Ist es für „mich“ verständlich? Verstehe „ich“ das? Oder ist es eher der Ver“stand“ der auf etwas be“stand“. Wenn ich auf was stehe heißt das dann zwangsläufig, dass ich auf eine andere Sichtweise nicht stehe? Oder erkenne ich plötzlich das ich das was bisher selbstverständlich war ich überhaupt nicht verstehe, weil ich es nie hinterfragt habe? Geht man nicht über viele Dinge einfach achtlos hinweg? Aus Gewohnheit, Desinteresse, man glaubt sich selbst als zu dumm dazu (wozu haben wir die Fachidioten)? Dafür hätte ich ein Studium gebraucht….u.s.w. Wie kann ich eigentlich was verstehen wenn ich niemals darüber nachgedacht habe? Vielleicht ist auch nachdenken gar nicht gefragt? Was weiß ich schon?

Eigentlich NICHTS…nichts…..und nochmal nichts!

Ist ein Cut nötig? Ein absoluter Neustart? Ein Reseten? Sollte ich mich mal komplett runterfahren wie ein Computer? Sollte ich mich mal auf die Stufe eines kleinen Kindes setzen? Ein Kind das noch nicht vollgesogen wie ein alter Schwamm ist? Wie viel Müll trag ich eigentlich in mir herum? Alte Gewohnheiten die schon abgewetzt sind? Ich stelle mir einen Speicher vor der total voll ist……wie haben in was vollem Neue Dinge platz? Oder stellen sie sich vor, sie müssten in einem total überfüllten Raum arbeiten……das ist schwierig und anstrengend! Man kann sich kaum drehen und wenden. Wie will ich aber alles drehen und wenden wenn kein Platz in mir drin ist? Genügt die Vorstellung: ICH weiß absolut nichts? Genügt vielleicht das schon um auf der Stufe des Kindes zu stehen und alles aus Kinderaugen zu betrachten? Auch jetzt beobachte ich in mir, dass sich eine Hürde auftun möchte. Die sagt, dass all die Dinge die ich erfrage total kindisch seien. Dumm und Geistlos. Sind sie das wirklich? Wer erzählt mir das jetzt eigentlich? Wer ist diese Stimme die mir das erzählt? Und wer ist der der mich das jetzt schreiben lässt? Ist das der Gleiche? Ist der Schreiber der Selbe wie der der mir jetzt einredet das meine Fragen albern sind? Wenn das der Selbe wäre, dann ist es doch eher albern, dass ER mich was schreiben lässt und gleichzeitig darüber nörgelt!

Ist das nicht seltsam? Gibt es Fragen dazu?

Wenn der, der jetzt diese Worte denkt, und sie durch meine Hände schreiben lässt der Selbe wäre der da sagt, diese Fragen sind dumm…..ja dann frage ich mich warum er sie mich dann schreiben lässt. Ist diese Stimme vielleicht jemand der sich selbst als dumm hinstellen will ? Vielleicht ist doch nicht alles so dumm? Vielleicht komme ich Jemandem auf die Schliche der sich bei mir eingeschlichen hat und darüber bestimmt das Er ICH sei?  Man nennt ihn zeitweilig auch EGO. Aber auch das werden wir alles hinterfragen.

Stellen sie sich mal vor, dass sich jemand als Sie selbst ausgibt! Obwohl er das gar nicht ist. Und dieser Welche behauptet dann auch zu wissen wie sie sich zu fühlen haben, wie sie zu reagieren haben, wie sie sind, wie sie zu sein haben usw. Würde ihnen das gefallen? Aber ist es nicht schon längst so weit gekommen. Ist das Zukunftsmusik, oder eher das was täglich passiert? Lassen Sie sich sagen das sie zeitweise richtig Scheiße aussehen? Das sie dumm sind? Das sie abnehmen müssen, dass sie bei ihrem Lebenswandel krank werden können? Das sie zu unordentlich sind, dass sie bestimmte Dinge brauchen und machen müssen um geliebt zu werden? Diese Liste kann man endlos lange gestalten. Solcher Arten wie die genannten gibt es viele! Jetzt stellen sie sich einen Partner dazu vor der Ihnen all diese Nettigkeiten sagt! Wie fühlen sie sich? Schlecht? Gut? Ist es Ihnen egal (100% egal?)? Und jetzt stellen sie sich vor, sie haben keinen Partner, und trotzdem hören sie all diese Sprüche immer und immer wieder! Wer ist jetzt also der der das erzählt?

Sie selbst? Gibt es mehrere ICH SELBST? Aber auch darauf komme ich noch zu sprechen. Ich möchte hier von unten anfangen. Schon vergessen? Wir versuchen ein Kind zu sein das (angeblich) dumme Fragen stellt. Ich schreibe jetzt in einer Form, als ob ich zu Jemandem schreibe. Ich sage, „stellen Sie“ sich mal vor…….Ob „Sie“ es jetzt gibt oder auch nicht ist eine reine Glaubensfrage. Denn woher will ich denn jetzt wissen, dass das jemand lesen wird? Ich weiß es nicht! Aber ich werde solange so schreiben wie mir das gefällt. Und es ist nicht wichtig ob oder ob nicht. Denn ich habe Freude am tun. Die wird weder verringert noch vermehrt durch den Gedanken ob das jemand liest oder auch nicht. Mein Essen das ich koche wird auch nicht weniger oder mehr schmackhaft wenn jemand mitisst. Wenn ihr essen versalzen ist (zumindest wenn sie es so empfinden) bleibt es versalzen. Egal ob jemand dabei ist oder nicht.

Das ist übrigens auch wieder so eine Frage!

Können sie sich absolut sicher sein, dass das was sie sehen, schmecken, hören usw. auch jemand anderer hört, sieht, schmeckt? Ich habe das geglaubt! Jetzt zweifle ich daran! Was machte mich dessen so sicher? Ja, man hat mir das so erzählt ein ganzes Leben lang! Als Kind hat man mir erzählt das es den Weihnachtsmann gibt. Ich habe das so lange geglaubt, bis ich bemerkt habe das sich da einfach nur jemand verleidet hat. Ist das jetzt trotzdem noch der Weihnachtsmann? Zuerst war er es, und dann plötzlich nicht mehr! Hat der sich jetzt verändert, oder ist der immer noch der Gleiche? Wie sieht ein Weihnachtsmann überhaupt aus, dass ich sagen kann das ist einer? Und wann ist er keiner? Blöde Frage? Hatten wir schon! Wir machen weiter!

Wihnächtsmaa, Santa Claus, Papa Noel, Kerstmann, Swiety Mikolaj, Noel Baba, Babbo Natale……..um nur einige aufzuschreiben. Das alles sind Weihnachtsmänner in verschiedenen Sprachen. Sind das wirklich Weihnachtsmänner? Ich würde jetzt mal sagen „NÖ“ sind sie nicht. Es sind Worte die ich lese. Nicht mehr und nicht weniger.

Jetzt stellen sie sich vor das jemand zu ihnen sagt: der, den du da siehst, ist Babbo Natale (er zeigt dabei auf einen Mann oder auf eine Frau). Und jetzt zeigt er auf jemanden anderen und sagt das gleiche. Was geht jetzt in unserem Denkapparat ab? Was kommt jetzt? Ich sage Ihnen was bei mir abgeht. Das kann doch nicht sein. Können zwei den gleichen Vor- und Nachnamen haben? Na ja, geht schon…..Zufall! Was für ein komischer Name für eine Frau. Na ja, ist wahrscheinlich ausländisch. Aber das der Name auch für Mann und Frau stehen kann ist auch komisch.

Schnitt…………………

Jetzt zeigt der Mann auf einen für sie typisch aussehenden Weihnachtsmann und sagt das ist Babbo Natale. Ne, das ist der Weihnachtsmann. Der heißt eindeutig Weihnachtsmann! Oder meinst du vielleicht das sein richtiger Namen Babblo Natale ist?

Und nun?

Babbo Natale heißt Weihnachtsmann.

Aber wenn einer nicht aussieht wie ein Weihnachtsmann ist er keiner. Und wenn einer aussieht wie ein Weihnachtsmann dann ist er auch einer.

Verwirrend, gell?!

Also für mich im Moment des Schreibens schon! Aber ist das verwirrende nur deshalb verwirrend weil für mich diese Denkweise neu ist? Mir fremd erscheint weil ich noch nie überlegt habe was ich sage, tue und behaupte? Denn ich habe sofort akzeptiert das wenn auf eine Frau oder ein Mann gedeutet wird, dass das Babbo Natale ist. Wenn ich gewusst hätte, was dieses Wort heißt, hätte ich dann anders reagiert? Denn ich glaube doch zu wissen wie ein Weihnachtsmann aussieht. Bei unserem typisch aussehenden Weihnachtsmann habe ich diesen Namen nicht akzeptiert.

Jetzt kommen wir wieder auf unsere oben gestellte Frage zurück. Und diese lautet: können Sie sich absolut sicher sein das jemand Anderer das gleiche sieht, hört, schmeckt……usw…..???

Beim Weihnachtsmannbeispiel hat das ja schon mal nicht geklappt. Denn ich habe mir unter Babblo Natale zuerst einen Mann bestimmten Aussehens und dann eine Frau vorgestellt. Denn man hat mir doch erzählt, dass diese so heißen. Hätten sie sich dann noch einen Weihnachtsmann darunter vorgestellt?

Worte, alles Worte. Wie höre ich Worte? Was stelle ich mir unter einem bestimmten Wort vor? Was bekommt das Wort für ein Aussehen? Weihnachtsmann hat ein bestimmtes aussehen. Sehen sie jetzt auf Ihrem Bildschirm einen alten Mann mit rotem Anzug, Zipfelmütze und weißem Bart? Ne oder? Natürlich nur dann wenn es „Sie“ überhaupt geben sollte.  Also ich sehe auf dem Bildschirm nix davon. Aber trotzdem sehe ich jetzt genau so einen Typen. Ich bekomme das Bild in mir gar nicht mehr weg! Wieso ist das Bild jetzt da? Und vor allen Dingen……..

………wo sehe ich jetzt genau dieses Bild? IN MIR! Nicht außerhalb von MIR! Sag mir, wer sieht jetzt  genau dieses Bild? Können Sie sich sicher sein das es nur EIN Bild bei dem Wort Weihnachtmann gibt? Können Sie sicher behaupten das Sie (falls es Sie denn gibt) das gleiche Bild sehen wie ich? Ist Ihrer eher ganz dick oder nur ein bisschen dick? Hat Ihrer eher einen langen oder doch kürzeren Bart? Hat Er blaue, grüne oder braune Augen? Wie meiner aussieht verrate ich Ihnen nicht. Ich backe mir meinen selbst. Und wenn es Sie geben sollte, können sie das auch. Es ist ja vielleicht auch schön sich seinen eigenen Weihnachtsmann kreativ auszudenken. Aber so spaßig, wie es sich vielleicht auch anhören mag, sollte ich doch nicht die eben gemachte Entdeckung als (nur) Spaß auf Seite schieben. Denn MIR gibt das gehörig zu denken auf! Wenn ich an eine Frau Meier denke, denken dann alle Leute an die gleiche Frau Meier? Jetzt langsam kann man schön entdecken, dass man vorsichtig damit umgehen sollte alles schon zu wissen. Und vorschnell bei einer Frage zu antworten die plötzlich einem in den Sinn kommt. Denn denken Sie daran, angeblich ist der Weihnachtsmann nur ein verkleideter Schauspieler. Er spielt die Rolle nur. Sie sehen also nicht den, der ER wirklich ist. Sie sehen seine Verkleidung. Ich kann das vielleicht auch Oberfläche nennen. Was ist wenn sich ein Wort auch verschieden Verkleiden kann? Mal erscheint es einem so, dann wieder anders? Bei dem Wort „Krebs“ kann ich an ein Meerestier denken, aber auch an eine Krankheit. Und auch an einen Nachnamen. Alles EIN Wort nur – KREBS – Und wie sieht es bei Ihnen aus?  Wie hat sich das Wort bei Ihnen verkleidet? Ist jetzt dieses Wort nur EINE Sache davon, oder alle? Gibt es noch mehr Verkleidungen dieses Wortes?

Ich würde sagen: Laß Dich überraschen!!!

Aber ich möchte noch ein wenig bei dem Wort „Krebs“ bleiben. Wenn ich da an eine Krankheit dieses Namens denke, wie schaut die Verkleidung da eigentlich aus? Ich habe Krebs noch nie gesehen. Ich habe da komischerweise kein bestimmtes Bild vor Augen wie bei dem Wort „Weihnachtsmann“. Aber andere Worte tauchen in Bezug dazu auf. Metastasen z.B. . Aber wie sehen diese denn aus? Oder der Nachname Krebs. Männlich, weiblich, ein Kind, alt, jung, groß, klein, dick, dünn…………Ja wie denn nun? Sind das wirklich so blöde Fragen? Das man überlegt warum man bei bestimmten Wörtern ein bestimmtes Bild vor Augen hat und bei manchem gar keines? Und jetzt kommt das für mich verrückte an der Geschichte. Man kann vor dem Wort „Krebs“ Angst haben, obwohl man noch nicht mal weiß was es eigentlich ist. Und mir geht es zumindest so,dass ich denke, wenn ich mir was nicht vorstellen kann, ich kein Bild dazu habe, kann es mich dann verletzen? Mich töten? Irgendwie schon komisch! Es ist ein Wort, dass wie bei dem Weihnachtsmann etwas bestimmtes auslöst. Ich kann „unter umständen“ angeblich wissen was man sich darunter vorstellen „kann“. Wie es aussieht und was es mit einem macht. Ein verkleideter Weihnachtsmann kann ja „angeblich“ strafen oder aber auch Geschenke mitbringen. Ist ein Wort eine Bestrafung oder ein Geschenk? Vielleicht beides? Kommt es darauf an, was mein Denkapparat aus diesen Worten für ein Bild formt? Wenn ich in dieser Schrift den Eindruck erwecke hin und her zu hüpfen – von einem Thema ins Nächste rutsche, dann hat das alles einen bestimmten Sinn, der sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Ich denke jetzt an ein bestimmtes Klingeln. Ich bin mir sicher, es ist meine Haustürglocke. Ich bin mir bisher auch immer sicher gewesen, dass wenn es klingelt, auch jemand da sein muss der diese betätigt. Denn wie sollte meine Klinge klingeln wenn keiner den Knopf drückt? Ist das wirklich so? Oder kann es auch anders sein? Wer ist in meinem Kopf? Wer gibt mir meine Gedanken? Ich höre meinen Gedanken zu. Hat mein Kopf eine Türe? Oder ein Fenster? Wie kommen die zu mir? Eine Möglichkeit wäre diese, die man mir erzählt hat: durch dein Gehirn, dein Gehirn macht das.  Ich habe das nie wirklich verstanden! Ich könnte jetzt googeln! Aber woher weiß Google das eigentlich? Ich kann auch den Weihnachtsmann googeln. Und wenn das Gehirn das macht, woher weiß das Gehirn dann das alles? Hat das Gehirn eine Türe oder ein Fenster wo das reinkommen kann? Hat Ihnen ihr Gehirn schon mal was erzählt? Hat sie ihr Gehirn schon mal gestreichelt? Oder ich frage mich mal anders herum. Spürt mein Gehirn etwas? Kann ich mit Gehirn reden? Ich weiß nicht wie ich das ausprobieren soll! Ich kann es ja schlecht auspacken! Also woher will ich es dann wissen? Aber ich könnte von einer Leiche mir ein Gehirn besorgen und mit diesem dann spazieren gehen, reden, lachen, streicheln. Ob es mich wohl hört? Nein höre ich sie rufen! Das Gehirn ist doch tot! Aber wieso denn, frag ich mich dann? Der Körper ist tot. Aber das Gehirn ist doch was anderes als der Körper. Wenn eines meiner Beine weg ist, ist doch der Rest noch da! Das macht auch irgendwie mein Gehirn denk ich mir. Jetzt machen wir noch ein paar Körperteile weg. Sie sind immer noch da. Jetzt machen wir alles weg bis auf das Gehirn. Es müsste doch also noch da sein, nur ohne Körper. Warum sollte es jetzt nicht mehr funktionieren?

Komische Fragen, gell? Aber egal!!!

Es dient nur einem einzigen Ziel! Zu gucken was man so denken kann. Und wie man auf diese Ideen kommt. Denn jede Idee ist nun mal eine Idee. Und davon gibt es unendlich viele! Welche ist jetzt richtig, welche falsch? Können alle richtig und gleichzeitig falsch sein? Was sind Ideen? Ich habe jetzt so eine Idee….eine schöne wie ich finde! Ich habe gerade einen richtig goldigen Schnuckel (Mann) im Kopf! Den küsse ich gerade. Hmmm lecker……Frage: spürt der das jetzt auch? Natürlich nicht höre ich in mir eine Stimme rufen! OK, dann eben nicht. Dann kann ich ja noch ganz andere Sachen mit dem machen. Denn der kann sich ja nicht wehren! Er spürt ja von all dem nichts. Herrlich sag ich Ihnen! Andere Situation: Sie treffen auf jemandem dem Sie gefallen wollen. Unbedingt! Und an dem Tag des Treffens finden Sie, dass sie richtig scheiße aussehen. Jetzt denken Sie sich: Mist, was denkt der wohl über mich? Warum habe ich heute nicht mein schöneres Kleid angezogen? Warum hab ich mir nicht doch erst meine Haare gewaschen bevor ich vor die Türe gehe? Der schaut mich so blöd an! Kein Wunder so wie ich daherkomme usw………(Es kann auch ruhig der Schnuckel sein mit dem man so wundervoll in Gedanken geknutscht hat). Ich kenne solche Situationen zur Genüge! Aber wer denkt das jetzt gerade? Wo sind all diese Gedanken? In meinem Kopf würde ich sagen. Was denkt jetzt das Objekt Ihrer Begierde? Scheinbar genau das was „Sie“ jetzt denken. Denn wer behauptet denn jetzt, dass Sie Scheiße aussehen? Doch nicht Ihr Gegenüber! (Ach ja, hat er was von der Knutscherei erzählt? Oder hat der das echt mit mitbekommen?). Nein sagen Sie? Warum ist es Ihnen dann wichtig was ER von Ihnen denkt? Der merkt doch eh nix! Wenn Er das knutschen schon nicht mitbekommen hat, wie sollte Er dann wissen was Sie gerade denken?  Bzw. DAS MAN SELBST GLAUBT ZU WISSEN WAS ER DENKT! Das ist doch das Gleiche! Mir ist es schon oft so gegangen, dass ich Leute gesehen habe vor denen ich mich irgendwie geekelt habe. Oder ich fand sie hässlich. Ich hatte immer Angst, dass die das merken was ich von Ihnen denke. Ist das nicht komisch? Und wenn ich jemanden toll gefunden habe, dann hatte ich Angst, dass Der das merkt. Gerade bei Schnuckels die ich total hübsch empfand und es schon fast beleidigend war Ihn anzusehen so gut wie der aussieht. Denn was will SO EINER schon von MIR grauen Maus. Der könnte Models haben. Bekommt der jetzt was von diesen Gedankengängen mit? Sind komische Storys gerade wie mir wieder mal meine Nörgelstimme suggeriert.

Aber abwarten was dazu noch kommt.

Wieso bin ich mir bisher also so sicher gewesen zu wissen was andere denken? Denn ich kann doch eindeutig nur meinen eigenen Gedanken zuhören. Kennen Sie die Situation wenn sie von jemandem ein Geschenk überreicht bekommen? Und es soll auch gleich ausgepackt werden? An Geburtstagen oder Weihnachten? Man hat das Gefühl, dass jeder der Anwesenden auf Sie schaut? Und jetzt stellen Sie fest, dass das Geschenk potthässlich ist! Und jetzt kommt die Angst oder Befürchtung hoch, dass der Schenker das bemerken könnte? Ja aber der merkt doch nix! In Gedanken können wir ja auch knutschen und der bekommt nix mit davon. Haben wir doch zumindest festgestellt weiter oben im Gespräch. Es geht im Moment nicht darum ob was geht oder auch nicht. Alles ist eine reine Glaubensfrage! Mir geht es nur darum vielleicht einfach mal alles kreuz und quer auf den Kopf zu stellen. Und plötzlich zu bemerken wie man ein und die gleiche Sache unterschiedlicher nicht bewerten oder sehen kann. Einmal merkt einer was von den eigenen Gedanken, und ein andermal dann wieder nicht. Komisch finde ich! Stellen sie sich vor, sie hätten mit einer Person richtig gestritten. Jetzt sitzen sie zu Hause und machen sich Gedanken über die erlebte Situation. Sie kommen zu dem Schluß, dass sie überreagiert haben. Jetzt geht der Denkapparat los! Was die Person jetzt wohl fühlt? Die ist stinkesauer, findet Sie total blöd und zickig? Vielleicht ist Sie aber auch genauso traurig wie Sie? Die redet bestimmt mit Anderen darüber….usw…..Woher will man das eigentlich wissen? Denn wer denkt jetzt diese Gedanken? Doch eindeutig Ich im Moment! Nicht Sie oder ein Anderer! Nein, Ich denkt gerade diese Gedanken. Kann ich mir anmaßen zu glauben, dass Andere diese Gedankengänge jetzt denken? Können tue ich das, aber ob das Sinn macht steht auf einem anderen Blatt.

Ich stell mir mal eine Situation vor, in der Jemand behauptet, er wüsste genau was ich über Ihn denke. Oder das dieser behaupte, Er wüsste was ich gestern gegessen habe. Oder, dass Er genau über mich Bescheid wüsste wie ich über manche Sachen denke oder fühle. Dann lasse ich mir das mal erzählen und staune was da so alles kommt. Das ist richtig spaßig.

Dazu eine erinnerte Geschichte aus meinem Nähkästchen:

Ich sitze auf einer Parkbank. Mich beobachtet ein Mann und kommt nach geraumer Zeit zu mir herüber. Dann fing Er an zu reden: Haben Sie gerade Probleme, Sie schauen so traurig aus? Ich merke sowas immer sofort bei jemandem! Ich bin Sozialarbeiter und habe ein Gespür für sowas. Ich kenne mich mit Menschen aus. Ich muss dazu sagen, dass es mir blendend ging. Schönes Wetter, tolles Ambiente, ich hing meinen Gedanken nach, alles war tutti wie man so schön sagt. Er weiter:  ja, Sie haben wahrscheinlich auch keine Arbeit wenn sie hier zu dieser Zeit rumhängen können. Naja und Geld ist auch nicht viel bei Ihnen, dass sieht man sofort. Ist ja auch sehr bedrückend damit zu leben wenn man kaum was hat. Ich staunte immer mehr über das gesagte! Aber ich ließ Ihn reden. Er fragte mich immer wieder ob Er recht habe mit seinen Annahmen über mich. Ich habe einfach gesagt, es wird immer so sein wie Sie glauben! Finden Sie mich hässlich, dann bin ich für Sie hässlich! Finden Sie das ich Problembeladen aussehe, dann bin ich das für Sie eben. PUNKT!

Komisch ist nur habe ich mir gedacht (im Nachhinein) das Er auch alleine auf einer Parkbank saß. Und das Er auch nicht gearbeitet hat. Und das Er auch nur Jeans und Hemd anhatte.  Also frage ich mich wieder das Gleiche, und damit schließe ich jetzt erst mal das Thema ab.

Wer denkt all diese Gedanken! Kann ich wissen was ein Anderer denkt? Oder denk ich mir die Geschichten über andere nur so aus wie ich sie nun mal denke? Alles was ich im Moment nicht denke ist auch nicht da. Ich kann nicht über eine Gedankengestalt wissen was diese denkt. Denn die wird nur das in meinem Kopfkino denken, was ich Sie denken lasse. Und ein reales(?) Gegenüber von mir wird auch nur das sein, was ich dieser Person zuspreche. Parkbankbeispiel  nicht vergessen!

SCHNITT…………..